Warum wir Festpreise machen
Ein Stundensatz belohnt Langsamkeit. Ein Festpreis belohnt Klarheit. Warum wir bei Stoicera ein Ergebnis schulden — und keine Stunden.
Der Stundenzähler ist ein Interessenkonflikt
Wenn ich nach Stunden bezahlt werde, verdiene ich an jedem Problem, das ich langsam löse. Der Kunde trägt das Risiko, ich trage keines. Das ist der übliche Zustand in der Softwarebranche, und er ist so normal geworden, dass kaum jemand ihn hinterfragt.
Wir haben uns bei Stoicera dagegen entschieden. Geschuldet ist bei uns das Werk, nicht die Zeit: Bevor die Arbeit beginnt, stehen Umfang, Abnahmekriterien und der Preis. Verschätze ich mich, trage ich das — nicht Sie.
Was ein Festpreis wirklich verlangt
Ein Festpreis ist kein Marketingversprechen, sondern eine Disziplin. Er verlangt drei Dinge, die im Stundengeschäft optional sind:
- Ein klares Vorgespräch. Ich muss verstehen, was gebaut werden soll, bevor ich einen Preis nenne. Deshalb ist unser Erstgespräch kostenlos — es ist keine Verkaufsstunde, sondern Teil der Präzision.
- Ein schriftliches Angebot. Umfang, Zeitplan, Abnahmekriterien. Was drinsteht, wird geliefert. Was nicht drinsteht, wird vorher besprochen — nicht nachher verrechnet.
- Den Mut, Nein zu sagen. Manche Vorhaben sind noch nicht reif für einen Festpreis, weil niemand weiß, was genau entstehen soll. Dann sage ich das — und wir klären erst den Umfang, statt einen Zähler laufen zu lassen.
Warum das für Gemeinden und Betriebe zählt
Für einen Amtsleiter oder eine Geschäftsführung ist der Preis keine Nebensache, sondern die erste Frage: Welches Budget zieht, wer haftet, braucht es eine Vergabe? Ein Werkvertrag mit Festpreis lässt sich beschließen und abrechnen. Bei einem offenen Stundenrahmen bleibt nur die Hoffnung.
Es gibt einen zweiten Grund, der selten ausgesprochen wird: Ein Festpreis zwingt den Anbieter, einfach zu bauen. Wer das Risiko der Komplexität selbst trägt, baut keine Komplexität, die niemand braucht. Bewährte Technik, klarer Umfang, wartbare Systeme — nicht aus Idealismus, sondern weil alles andere teuer wird. Für mich.
Nicht die günstigsten
Ein ehrlicher Festpreis ist selten der niedrigste im Vergleich, denn er enthält, was der Stundensatz versteckt: die Verantwortung für das Ergebnis, die Gewährleistung, den Betrieb danach. Dafür ist er die eine Zahl, die am Ende dieselbe ist wie am Anfang.
Das ist keine revolutionäre Idee. Es ist die älteste Form des Handwerks: Man vereinbart ein Werk, man liefert das Werk, man steht dafür gerade. Software ist keine Ausnahme davon. Sie wurde nur lange so behandelt.